Ulrichstein, im Zentrum des Naturpark Vulkanregion Vogelsberg, dem ältesten Naturpark Deutschlands, und inmitten des Nationalen Geopark Vulkanregion Vogelsberg, umfasst neben der Kernstadt die Ortsteile Bobenhausen II, Feldkrücken, Helpershain, Kölzenhain, Ober-Seibertenrod, Unter-Seibertenrod, Rebgeshain und Wohnfeld. Besonders exponiert ist die Lage der Stadt Ulrichstein auf einem ehemaligen Vulkanschlot, die sie auf 566 Metern Höhe zu Hessens höchstgelegener Stadt macht. Noch etwas höher gelegen auf 609 Metern überragt der Schlossberg mit der Burgruine Ulrichstein die Stadt und vor allem auch das gesamte Umland. Von dort oben kann der Blick über die Wetterau bis weit ins Rhein-Main-Gebiet schweifen und die herrliche Mittelgebirgslandschaft des Vogelsberges liegt einem zu Füßen. Rund um die Burgruine erstreckt sich der einzigartige Vogelsberggarten, eine botanische Schauanlage heimischer Pflanzen. Ehrenamtlich kümmert sich ein Verein auf der rund sechs Hektar großen Fläche um die Pflege heimischer, teils seltener Pflanzen. Ein Lehrpfad mit Infotafeln zu den Pflanzen, aber auch zur Geschichte des Ackerbaus oder der Schafzucht, ein Muster-Bauerngarten und Kräutergarten sind hier unter anderem zu finden. In den warmen Monaten sind auch Herden von Rindern und Schafen im Vogelsberggarten anzufinden. Das Museum im Vorwerk widmet sich dem ländlichen Kulturgut, der Landwirtschaft, Forst und Jagd und gibt Einblicke in das Leben und Arbeiten der Menschen im Hohen Vogelsberg. Wechselausstellungen zu Themen wie Jagd, Kunst, Brauchtum, Heimatpflege und dem Leben im ländlichen Raum ergänzen die Dauerausstellungen. Zudem gibt es eine Sammlung von Werken des Künstlers Ernst Eimer, museumsbegleitende Unterrichtsstunden oder Seminare, die Vogelsbergbibliothek, das Stadtarchiv Ulrichsteins und die Darstellungen der Themenkomplexe Jagd und Forstwirtschaft in Einzeldioramen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Bad im Naturbadebiotop Ulrichstein, welches das erste seiner Art in Deutschlands war. Es reinigt sich ganz ohne chemische Zusätze. In herrlicher Landschaft kann man naturnah baden und nebenan ist gleich ein Wohnmobilstellplatz, von dem der Blick weit über die Vogelsberglandschaft schweifen kann. Noch intensiver kann man die herrliche Vogelsberglandschaft, die geprägt ist von kleinteiliger Landwirtschaft, wechselnden Tälern und Höhenzügen, offenen Feldern und Wiesen sowie dichten Laubmischwäldern, beim Wandern erleben. Auf 118 Kilometern umrundet der Vulkanring Vogelsberg fast den gesamten Naturpark und passiert dabei auch Ulrichstein. Der mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnete Premiumwanderweg WeitblickTour Ulrichstein führt durch die schönsten Naturlandschaften rund um das Bergstädtchen. Entlang des quirligen Waldbaches mit seinem Basaltbett, vorbei an grasenden Kühen und Pferden, das Geotop „Dicke Steine“ passierend, talwärts und wieder empor führt die abwechslungsreiche Route mit zahlreichen weiten Blicken am Museum im Vorwerk vorbei auf den Schlossberg und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Spannend sind auch all die Geotope, skurrile Basaltformationen, rund um Ulrichstein, die als Zeitzeugen tiefe Einblicke in die vulkanische Vergangenheit der Gegend zulassen. Ein besonders beeindruckendes Geotop sind die sechs Meter hohen Schleuningsteine bei Ulrichstein-Kölzenhain. Aufgrund der Lage spielt rund um Ulrichstein Windenergie eine wichtige Rolle. An verschiedenen Stellen „Auf der Platte“ zwischen Ulrichstein und Stumpertenrod sind Infotafeln aufgestellt, die ausführliche Einblicke in die Funktionsweise von Windkraftanlagen sowie energiewirtschaftliche Themen bieten. Durch die Höhenlage Ulrichsteins entsteht in schneereichen Wintern ein Paradies für Skilangläufer. Dann werden die Loipen gespurt und die Kinder packen ihre Schlitten aus. Und ganzjährig nutzen Radfahrer die Ohmtal-Tour, die vom Hoherodskopf aus über Ulrichstein nach Kirchhain bei Marburg führt und die Felda-Tour von Ulrichstein nach Ehringshausen.
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