Im Lohwald bei Unter-Seibertenrod befindet sich ein geologisch faszinierender und von Sagen umwobener Ort. Am Westhang des Hirtensteins, etwa 500 Meter östlich des Dorfes, liegt eine kleine Höhle im ungewöhnlich harten Basaltgestein. Ob diese Höhle natürlichen Ursprungs ist oder von Menschenhand geschaffen wurde, bleibt unklar. Der Name „Wildholl-Loch“ weist auf die Göttin Holle hin, die in vorchristlicher Zeit verehrt wurde. Möglicherweise war dies einer der Orte, an denen ihr religiöse Verehrung zuteilwurde. Besonders bemerkenswert ist auch der blasenreiche Basalt dieses Geotops, dessen Blasen mit bis zu 5 cm außergewöhnlich groß sind und eine deutliche Anordnung zeigen. Die Felsformation deutet darauf hin, dass sie Teil eines Lavastroms ist. Auffällig ist zudem, dass die Blasen – im Gegensatz zu anderen Vorkommen im Vogelsberg – leer sind. Der malerische und interessante Ort kann zu Fuß von Unter-Seibertenrod (L 3073) über ansteigende Feldwege oder vom Parkplatz am Windenergie-Park an der L 3073 zwischen Ulrichstein und Stumpertenrod erreicht werden.