Die Brücke, die den Ort Villmar mit dem auf der rechten Lahnseite gelegenen Villmarer Bahnhof sowie dem dahinter befindlichen Naturdenkmal Steinbruch Unica verbindet, wurde in den Jahren 1894/95 errichtet. Sie besteht aus drei Brückenbögen mit einer Spannweite von jeweils 21,5 Metern, die auf zwei im Flussbett der Lahn stehenden Pfeilern ruhen. An gleicher Stelle befand sich zuvor eine Fähre. Als Baumaterial wurden Marmorblöcke aus nahegelegenen Steinbrüchen verwendet. Auch die Seitenverkleidung der Brücke besteht aus lokalem Lahnmarmor in verschiedenen Sorten. Im Jahr 1985 wurde die Brücke unter Denkmalschutz gestellt. Eine grundlegende Sanierung erfolgte 1994/95. Als Zeichen des Gedenkens an die zahlreichen Vertriebenen – insbesondere aus Böhmen –, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Villmar und Umgebung eine neue Heimat fanden, schuf der Villmarer Bildhauer Walter Schmitt eine Skulptur des böhmischen Schutzpatrons Johannes von Nepomuk aus Wirbelauer Marmor. Diese Brückenfigur wurde im Sommer 1996 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Öffentlichkeit übergeben.
The bridge that connects the village of Villmar with the Villmar train station located on the right bank of the Lahn River, as well as the nearby natural monument Steinbruch Unica, was built in the years 1894/95. It consists of three arches, each with a span of 21.5 meters, resting on two pillars located in the riverbed of the Lahn. At the same location, there was previously a ferry. Marble blocks from nearby quarries were used as building material. The side cladding of the bridge is also made from local Lahn marble in various varieties. In 1985, the bridge was placed under monument protection. A fundamental renovation took place in 1994/95. As a sign of remembrance for the many expellees – especially from Bohemia – who found a new home in Villmar and the surrounding area after the end of World War II, the Villmar sculptor Walter Schmitt created a sculpture of the Bohemian patron saint John of Nepomuk from Wirbelau marble. This bridge figure was publicly unveiled in the summer of 1996, receiving great attention from the population.