The Chain Bridge – today Ernst-Dienstbach Bridge Before it was used as a pedestrian bridge, the Chain Bridge and its predecessor, the so-called "Red Bridge," served the water supply of the town of Weilburg. From 1888, the municipal water supply was secured by other means, so the bridge no longer had to serve this purpose. The name Ernst-Dienstbach Bridge commemorates the Weilburg citizen Ernst Dienstbach, who, at the time of his death in 1932, bequeathed 10,000 DM to the city to finance the construction of the pedestrian bridge. During the reconstruction, the bridge piers were broken through for access to the new level, and the pedestrian level was constructed from wooden planks between the steel side parts. The opening took place on May 27, 1934. On March 27, 1945, the bridge was blown up; after the war, reconstruction took place, which was completed on November 12, 1946. A comprehensive renovation in 1992 replaced the original wooden planks with steel mats. The name Chain Bridge, which is still in common use today, refers to the predecessor bridge made of chains – the first of its kind in continental Europe. Eight chains, each made up of 30 forged iron links, each about 3.5 cm thick and 1.80 m long, connected the bridge piers built from massive sandstone blocks. The bridge had a width of 2.40 m, and the water supply pipes ran 50 cm above the surface. The construction of the Chain Bridge was commissioned on July 20, 1784, after the "Red Bridge" had been destroyed by flooding and ice drift on February 27, 1784. The "Red Bridge" was part of the noble water supply system, which was established under Count Johann Ernst starting in 1706, to supply the castle complex and the town with water. The water was collected from springs in three large reservoirs in the Wehrholzwald, regulated via the crane chamber, channeled to a distributor on the Kanapee, and from there transported over the Chain Bridge to the castle and into the town. The ensemble also included the crane tower on the Kanapee, which was built around 1785.
Die Kettenbrücke – heute Ernst-Dienstbach-Steg Bevor sie als Fußgängersteg genutzt wurde, dienten die Kettenbrücke und ihre Vorgängerin, die sogenannte „Rote Brücke“, der Wasserversorgung der Stadt Weilburg. Ab 1888 war die städtische Wasserversorgung anderweitig gesichert, sodass die Brücke diesen Zweck nicht mehr erfüllen musste. Der Name Ernst-Dienstbach-Steg erinnert an den Weilburger Bürger Ernst Dienstbach, der bei seinem Tod 1932 der Stadt 10.000 DM hinterließ, um den Bau des Fußgängerstegs zu finanzieren. Beim Neubau wurden die Brückenpfeiler für den Zugang auf die neue Ebene durchbrochen, und die Fußgängerebene aus Holzbohlen zwischen den stählernen Seitenteilen errichtet. Die Eröffnung fand am 27. Mai 1934 statt. Am 27. März 1945 wurde die Brücke gesprengt; nach Kriegsende erfolgte der Wiederaufbau, der am 12. November 1946 abgeschlossen wurde. Eine umfassende Renovierung 1992 ersetzte die ursprünglichen Holzbohlen durch Stahlmatten. Der Name Kettenbrücke, der bis heute gebräuchlich ist, erinnert an die Vorgängerbrücke aus Ketten – die erste ihrer Art in Kontinentaleuropa. Acht Ketten, jede aus 30 geschmiedeten Eisengliedern von jeweils ca. 3,5 cm Stärke und 1,80 m Länge, verbanden die aus massiven Sandsteinblöcken erbauten Brückenpfeiler. Die Brücke hatte eine Breite von 2,40 m, und 50 cm über der Oberfläche verliefen die Wasserleitungsrohre. Der Bau der Kettenbrücke wurde am 20. Juli 1784 in Auftrag gegeben, nachdem die „Rote Brücke“ am 27. Februar 1784 durch Hochwasser und Eisgang zerstört worden war. Die „Rote Brücke“ war Teil der herrschaftlichen Wasserversorgung, die unter Graf Johann Ernst ab 1706 errichtet wurde, um den Schlosskomplex und die Stadt mit Wasser zu versorgen. Das Wasser wurde aus Quellen in drei großen Reservoirs im Wehrholzwald gesammelt, über die Kranenkammer reguliert, zu einem Verteiler auf dem Kanapee geleitet und von dort über die Kettenbrücke zum Schloss und in die Stadt transportiert. Zum Ensemble gehörte auch der Kranenturm auf dem Kanapee, der um 1785 erbaut wurde.