Auf dem Weg durch die Natur führen verschiedene Stationen mit Skulpturen und Impulsen durch die einzelnen Bitten des Vaterunser.
Eine Anmeldung bis eine Woche vor dem Termin ist erforderlich. Individuelle Termine können für Gruppen mit bis zu 20 Personen gerne vereinbart werden.
Der Skulpturen-Meditationsweg zum zentralen Gebet der Christenheit ist 2009 entstanden als ein Kooperationsprojekt von evangelischer Kirche, Förderinitiative Kloster Höchst, dem Höchster Klosterfonds, der Michelstädter Berufsfachschule und der kommunalen Gemeinde Höchst.
Ziel der Projektgruppe war, ein spirituelles Angebot zum „Beten mit den Füßen“ zu schaffen, damit sich jede und jeder Interessierte – ob allein oder in der Gruppe – den einzelnen ‚Vater Unser‘-Abschnitten annähern und diese so auf ganz besondere und auch sinnlich erfahrbare Weise für sich erschließen kann. Für die Skulpturen wurden die natürlichen Materialien des nördlichen Odenwaldes verwendet: Holz aus den Wäldern und Sandstein aus den Steinbrüchen der Region. Die Schülerinnen und Schüler der Holzbildhauerklasse der Berufsfachschule für das Holz und Elfenbein verarbeitende Gewerbe in Michelstadt haben sich intensiv mit dem Gebet auseinandergesetzt und ihre Ideen in Werkstücke umgesetzt. Acht wurden ausgewählt und sind nun als Skulpturen des Meditationsweges erlebbar.
Das Vaterunser ist das wichtigste Gebet der Christenheit und wird weltweit in vielen Sprachen gebetet, zudem verbindet es die verschiedenen christlichen Konfessionen. Jesus selbst hat seine Jünger gelehrt, so zu beten. In acht Abschnitten fasst es zusammen, was nötig ist zur Heilung der Welt, und lässt zugleich Raum für die eigenen Hoffnungen, Bitten und Nöte der betenden Menschen.
Der Meditationsweg beginnt im Park des Klosters mit der Skulptur „Vater unser im Himmel“ als erste Station. Weitere Gebets-Stationen folgen entlang der Frankfurter Straße, die zunächst durch ein Wohngebiet und später durch den Gemeindewald bis zum Aussichtsplatz Schillertempel führt. Von dort geht es über die Straßen Am Weinberg und Nonnenweg mit einer weiteren Skulptur zurück zur letzten Station im ‚Stillen Hof‘ des Klosters.
Der Vaterunser-Meditationsweg ist rund 4,5 km lang und weist Steigungen auf. Für Gehzeit und die Gebete an den einzelnen Stationen sollten etwa eineinhalb bis zwei Stunden eingeplant werden.
Die Einnahmen aus den Führungen werden für die Instandhaltung der Skulpturen, des Labyrinths und weiterer spiritueller Angebote rund um das ehemalige Kloster verwendet.
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