Einst vergessen, heute lebendig: Das Schlossmuseum Romrod wurde durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wachgeküsst. Nach jahrelangem Verfall begann 1996 die aufwendige Sanierung des Schlosses, die 2003 abgeschlossen wurde. Dabei kamen bedeutende archäologische Funde zutage, etwa eine seltene Schachfigur aus dem 12. Jahrhundert oder der vollständig erhaltene Niederlass eines mittelalterlichen Holzhauses. Heute lädt das Schlossmuseum Romrod in einem ehemaligen Scheunengebäude zu einer eindrucksvollen Reise durch die Geschichte des nur wenige Meter entfernt stehenden Schlosses - von der mittelalterlichen Holzburg, über die staufische Wasserburg bis hin zum landgräflichen Jagd- und späteren Renaissanceschloss, das zum sommerlichen Treffpunkt der gesamten großherzoglichen Familie wurde. An den Umstand, dass Schloss Romrod früher Spielplatz für Prinzen und Prinzesssinnen war, erinnert ein im Schlossmuseum hängendes Schreiben aus dem Buckingham Palace: Prinz Philipp, der 2021 verstorbene Gemahl von "Queen Mum" Elisabeth II. und Vater von König Charles III., erinnert sich darin an seinen Besuch im Romrod der späten 1930er Jahre. Die Ausstellung im einladenden Museum zeigt Originalfunde, archäologische Rekonstruktionen und gibt Einblicke in das Leben und in den Alltag vergangener Jahrhunderte - von Kleidung und Schmuck bis hin zu Waffen und höfischem Zeitvertreib. Ach ja, zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt ist das Schlossmuseum überdies avanciert - egal ob Vortrag, Filmvorführung, Weinprobe, Kreativabend, Halloween-Fotobox oder Weihnachtsmarkt, das Museum ist aus der Mitte Romrods nicht mehr wegzudenken. Ein kleines, aber feines und lebendiges Museum zum Erleben, zum Staunen und ganz nebenbei - zum Lernen. Führungen mit ehrenamtlichen Begleitern sind auf Anfrage unter 06636/917981 möglich.
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