Heilbad Herbstein – historisch, herzlich, heilsam Weithin sichtbar über die sanft geschwungene Mittelgebirgslandschaft des Vogelsberges hinweg thront Herbstein auf einem erloschenen Vulkanschlot. Am Fuße des Vulkan Vogelsberg und am Rande des Naturpark Vulkanregion Vogelsberg gelegen bilden der Luftkurort Herbstein mit seinen Stadtteilen Altenschlirf, Lanzenhain, Rixfeld, Schlechtenwegen, Schadges, Steinfurt und Stockhausen. Der Vulkanradweg führt unmittelbar am idyllisch gelegenen Herbstein vorbei. Die historische Innenstadt mit dem besonders prunkvollen Fachwerkrathaus ist in Ringbauweise angelegt. Eine Besonderheit ist auch der im Rahmen von Führungen zu besichtigende Felsenkeller unter dem Marktplatz. Das Geotop war einmal Teil einer Burg, von der heute nur noch der Keller übrig ist und einen Blick ins Erdzeitalter und die einstige vulkanische Tätigkeit im Vogelsberg ermöglicht. Kein Wunder, dass Herbstein an der Deutschen Märchenstraße liegt. Einst wurde der Stadtkern von einer wehrhaften Stadtmauer geschützt. Teile dieser Mauer sowie einzelne Aussichtstürme sind noch heute vorhanden und in Abschnitten begehbar. Den Aufstieg auf die Stadtmauer kann man unter anderem am Fastnachts- und STATT-Museum machen. Das Museum zeigt die bewegte Herbsteiner Geschichte sowie Figuren der Herbsteiner Fastnacht. Die bis nach Amerika bekannte Tradition der Herbsteiner “Foaselt”(Fastnacht) stammt aus dem 17. Jahrhundert. Einst brachten Handwerker aus Tirol ihre Sitte mit in die Vogelsberger Stadt. Ausschließlich Männer, gekleidet in Tiroler Trachten, tanzen im Springerzug als Pärchen aus Mann und Frau in einem speziellen Sprungtanz zusammen. Ihnen voraus geht der „Bajazz“, die Leitfigur der Herbsteiner Fastnacht. Ganz bunt gekleidet, mit einer Krone und einem Schellenstab als Zepter, führt er den Springerzug an. Für einen Herbsteiner Burschen ist es eine Ehre, dieses Amt einmal im Leben ausführen zu dürfen. Viele Familien legen schon in Kindertagen dafür ein Sparkonto an. Während die Fastnacht nur einmal im Jahr gefeiert wird, kann man die natürlichen Vorzüge von Herbstein das ganze Jahr über genießen. Wanderer genießen den Premiumweg FelsenTour Herbstein, der auf 19 km an zahlreichen Basaltformationen wie der langgezogenen Felsenruhe vorbeiführt, das Natur- und Vogelschutzgebiet Schalksbachteiche und eine Kreuzkapelle im Wald passiert sowie immer wieder traumhafte Weitblicke auf die Landschaft bereithält und bis ins benachbarte Lanzenhain führt. Auch der 12 km lange Andreasweg rund um Altenschlirf spart nicht an sagenhaften Ausblicken auf den kleinen Ort aus allen Richtungen. Der Vulkanring Vogelsberg führt genau wie der Pilgerpfad Jakobsweg ebenfalls durch Herbsteiner Gemarkung. Besonders sehenswert ist auch Deutschlands erster Bibelpark, ein Abenteuerspielplatz, am Kolping Feriendorf (Vogelsbergdorf) oberhalb des Kurparks. Herbstein ist Heilbad und verfügt über ein Netz von Terrainkurwegen. Durch die Höhenlage herrscht ein leichtes Reizklima, das förderlich bei allgemeiner Erschöpfung und zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe sein kann. Die Terrainkurwege starten allesamt am Kurpark an der VulkanTheme. Das Thermal-Bewegungsbad wird von der 32,6 Grad warmen höchsten Heilquelle Hessens aus über 1.000 m tiefem Vulkangestein gespeist. Das Heilwasser kann als Bade- und Trinkkur seine Wirkung entfalten. Auch die VulkanSauna kann das Wohlbefinden fördern. Der Gesundheit dienlich ist das angegliederte Kurmittelhaus mit Physiotherapie und Arztpraxis. Genuss mit Aussicht auf den weitläufigen Kurpark, bietet die Terrasse des Café-Bistros der VulkanTherme. Im als Landschaftspark mit Teich angelegten Kurpark bieten Minigolf, Disc-Golf, Pit-Pat und Boccia-Bowl allerhand Abwechslung. Am nahen Haus des Gastes finden nicht nur größere Veranstaltungen statt, sondern befindet sich auch die Herbsteiner Lebenspirale, ein Ort der Selbsterfahrung. Für Camper ist der Wohnmobil-Stellplatz an der VulkanTherme ein idealer Startpunkt für allerlei Unternehmungen. Ein idyllisches Plätzchen ist auch der Schlosspark in Stockhausen. Eine besonders schöne Veranstaltung ist der Johannimarkt im Schlosspark. Hier und in Altenschlirf hat die anthroposophische Gemeinschaft Altenschlirf ihre Wohn- und Arbeitsstätten sowie die Bildungseinrichtung Campus am Park.
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