Die Überreste der Burg Waldeck nehmen uns mit zurück in eine Zeit, da das Kurfürstentum Mainz mit seiner Erschließung der Region im 11. und 12. Jahrhundert begonnen hatte. In jener Epoche, der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, waren die Mainzer Erzbischöfe eifrig dabei, den Rheingau durch das „Rheingauer Gebück“ zu sichern: Diese Grenzbefestigung bestand aus zugeschnittenem Dickicht von Sträuchern und beschnittenen Bäumen, die fest miteinander verflochten wurden. Bis zu 100 Meter breit wucherte das Bollwerk aus natürlichen Materialien. Aufgrund seiner zunehmenden Undurchlässigkeit konnten Truppen und Transporte es allein durch bewusst angelegte – und bewachte – Schneisen überwinden. Es ist denkbar, dass die Burg Waldeck zur Sicherung eines nördlich von ihr verlaufenden Abschnitts des „Rheingauer Gebücks“ diente. Die Ruine ist in Privatbsitz und nur von außen auf eigene Gefahr zu besichtigen.
The remains of Waldeck Castle take us back to a time when the Electorate of Mainz had begun its development of the region in the 11th and 12th centuries. In that era, the first half of the 12th century, the archbishops of Mainz were eager to secure the Rheingau with the "Rheingauer Gebück": This border fortification consisted of trimmed thickets of shrubs and pruned trees that were tightly interwoven. Up to 100 metres wide, the bulwark of natural materials sprawled. Due to its increasing impermeability, troops and transports could overcome it solely through deliberately created - and guarded - aisles. It is conceivable that Waldeck Castle served to secure a section of the "Rheingauer Gebück" running north of it. The ruins are privately owned and can only be visited from the outside at your own risk.