Die evangelische Bergkirche wurde 1876 bis 1879 nach der Marktkirche als zweites protestantisches Gotteshaus erbaut. Sie ist Mittelpunkt und Wahrzeichen des nach ihr benannten Bergkirchenviertels, dem damaligen Quartier der Dienstleute des Kurbetriebs. Pläne für eine zweite evangelische Kirche in Wiesbaden auf dem Hügel oberhalb des Kochbrunnens gehen auf das Jahr 1837 zurück, gebaut werden konnte sie jedoch erst nach den preußischen Kriegen (1866 bis 1871), geweiht wurde sie 1897. Der Entwurf Johannes Otzens ist im Äußeren dem Erscheinungsbild von Pfarrkirchen des 13. Jahrhunderts nachempfunden. Im Inneren machte Otzen seinen ersten Versuch, unter Verwendung gotischer Stilelemente, jedoch in Abwandlung der Bauordnung der Gotik, eine "Predigtkirche" mit einem zentralen Versammlungsraum zu schaffen, in dem die Trennung zwischen Kirchenvolk, Altar und Kanzel aufgehoben ist.
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