Der Kirchturm, der im Westen der Kirche steht, ist ein beeindruckendes Relikt einer ehemaligen Wehrkirche und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Turm hat einen querrechteckigen Grundriss und ist von besonderer Bedeutung für die historische Architektur des Ortes. 1784 erhielt er sein schiefergedecktes Obergeschoss mit einer markanten Haube. Hinter den zwei Arkaden, die als Klangarkaden dienen und zwischen denen die Zifferblätter der Turmuhr zu sehen sind, befindet sich der Glockenstuhl.
Das flachgedeckte Erdgeschoss des Kirchenschiffs öffnet sich durch zwei romanische Arkaden zum breiten Kirchenschiff, das ursprünglich mit einem schmaleren, rechteckigen Chor im romanischen Stil verbunden war. Im Jahr 1835 wurde das Kirchenschiff erhöht und nach Osten verlängert, was auch eine Erneuerung der Fenster zur Folge hatte. Der Chor wurde vergrößert, um die gleiche Breite wie das Schiff zu erreichen. In dieser Zeit wurden auch die Emporen an drei Seiten sowie die Kanzel eingebaut. Besonders sehenswert ist das östliche Fenster auf der Nordseite, das eine spätgotische Glasmalerei aus dem 15. Jahrhundert mit einem Marienbildnis zeigt. Im Ostfenster hingegen ist das Pfingstwunder dargestellt, ein Werk des Künstlers Dieter F. Domes aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Orgel, die heute das Gotteshaus schmückt, wurde 1714 von Johann Eberhard Dauphin erbaut und stellt ein weiteres historisches Highlight der Kirche dar. Sie fügt sich harmonisch in das Gesamtbild der Kirche ein und ist ein bedeutendes Element des liturgischen Lebens.
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