Der Heldenhain in Spangenberg Zur Erinnerung an die 58 gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges ließ die Stadt Spangenberg 1923 auf dem Bromsberg eine Gedenkstätte anlegen. Dabei griff man auf die Idee des Gartenbaudirektors an der Gärtnerlehranstalt Berlin-Dahlem, Willy Lange (1864-1941), zurück. Dieser hatte zu Kriegsbeginn 1914 vorgeschlagen, „Heldenhaine“ zu errichten, in denen für jeden Gefallenen eine Eiche gepflanzt werden sollten. In vielen Orten Deutschlands entstanden während und nach dem Krieg solche „Heldenhaine“ in verschiedenen Formen. Der Spangenberger Architekt Theobald Fenner ordnete die hier verwendeten Linden in Gestalt eines Kirchengrundrisses mit fünf Schiffen an. An der Stelle, die in der Kirche der Altar einnimmt, ist auf einem erhöhten Standort ein Gedenkstein platziert. Durch einen Erdwall sowie eine Geländestufe wird der Hain gegen die Umgebung abgegrenzt. 1934 wurde das „Ehrenkreuz“ in Form eines Eisernen Kreuzes auf einem 12 Meter hohen hölzerenen Schaft hinzugefügt. 1953 erneuert, dient es als Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege und mahnt zur Bewahrung des Friedens. Seit 2009 wird die besondere Stätte für Hochzeiten oder Taufen genutzt und, unter Bezugnahme auf die Gestaltung von 1923, als „Baumkirche“ bezeichnet. Dafür wurden ein Rednerpult und Stelen zur Aufnahme der Taufschale aufgestellt. (Text: Gerd Fenner) Hier befindet sich auch eine Stempelstelle der Stempelaktion in Spangenberg.